Warum ich dieses Buch schreiben musste?

Eigentlich sollte ich ja nur kurz als Aushilfstrainer einspringen. Ein paar Tage, dachte ich. Maximal.

Tja, aus Tagen wurden Wochen, aus Wochen Monate, aus Monaten Jahre. Und jetzt sitze ich hier, Millionen vergessene Trinkflaschen später, und schreibe meinen ersten Blogartikel für meine Autorenseite. Ganz ehrlich: Hätte mir das damals jemand erzählt, hätte ich ihn für verrückt erklärt.

Für mich geht’s im Fußball nicht nur um Tore, Tabellen und Taktik. Es geht um Teamgeist, Spaß, Mut und die kleinen Geschichten, die den Sport so einzigartig machen.

Zum Beispiel erinnere mich an einen Moment, der mich bis heute begleitet: Ein Junge, schüchtern, spricht kaum ein Wort. Und dann, beim Training, dieser eine Schuss, vielleicht nicht perfekt, aber gut genug für ein schönes Tor. Seine Mitspieler jubeln, und er schaut, als hätte er gerade erfahren, dass man Schokolade auch zum Frühstück essen darf. Und er lächelt. Das erste Mal, seit ich ihn kenne. In diesem Augenblick wurde mir klar: Fußball kann Kinder verändern. Und ich wusste: Das ist ein Buch. Schreib darüber!

Naja, seien wir ehrlich: Wie sieht es auf vielen Fußballplätzen tatsächlich aus?

Da steht ein Trainer, der so laut brüllt, dass der Nachbar am Zaun denkt, es wäre ein Notfall eingetreten. Oder ein Papa, der mit rotem Kopf erklärt, dass sein Kind das fünfte Tor „ganz sicher erzielt hätte, wenn es endlich mal auf ihn hören würde.“

Genau darum gibt es dieses Buch. Weil Kinder uns täglich zeigen, dass Fußball kein Ort für eine übermotivierte Experten-Drama-Show ist, sondern ein Platz, wo Kinder noch Kinder sein dürfen. Und Erwachsene vielleicht wieder ein bisschen lernen, wie sich das in ihrer Kindheit angefühlt hat.

Und wer weiß: Vielleicht lernen wir am Ende sogar mehr von den Kindern, als sie von uns. Offen gesagt halte ich das für sehr wahrscheinlich.

Danke, dass ihr mich auf diesem Weg begleitet!

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